Obstbäume richtig schneiden: So förderst du Wachstum, Ertrag und Baumgesundheit Ein gut ausgeführter Baumschnitt entscheidet darüber, ob ein Obstbaum vital bleibt, reichlich Früchte trägt und eine stabile Krone entwickelt. Die Zeichnung zeigt typische Schnittstellen an jungen und älteren Ästen und erklärt, welche Art von Trieben entfernt oder eingekürzt werden sollte. Der richtige Schnitt verbessert die Lichtverteilung in der Krone, fördert die Bildung neuer Fruchttriebe und verhindert Krankheiten, da die Krone schneller abtrocknet. Die vier wichtigsten Schnittbereiche siehe obere Zeichnung 1. Entfernen von Konkurrenz- und Spitzenzweigen Der markierte Bereich 1 zeigt einen Zweig, der senkrecht nach oben wächst und mit dem Leittrieb konkurriert. Solche Triebe: entziehen dem Baum Energie verdichten unnötig die Krone fördern Instabilität Diese Triebe schneidet man vollständig weg, um den Haupttrieb zu stärken. 2. Einkürzen zu langer Seitentriebe Bereich 2 markiert ein Einkürzen eines Seitentriebes. Durch das Einkürzen: verzweigen sich die Triebe stärker entstehen neue, fruchtfähige Kurztriebe bleibt die Krone kompakt und tragfähig Solche Schnitte macht man knapp über einer nach außen gerichteten Knospe. 3. Entfernen von steil aufwärts gewachsenen Wassertrieben Triebe wie bei 3 wachsen steil aufwärts und bilden keine Früchte. Sie sind typisch nach starkem Rückschnitt oder schweren Wintern. Diese Triebe: verschatten die Krone verbrauchen Energie brechen leicht Sie werden möglichst nah an der Basis entfernt. 4. Entfernen von nach innen wachsenden oder reibenden Ästen Bei 4 sieht man einen nach innen gerichteten Trieb. Er sollte entfernt werden, weil: er die Luftzirkulation behindert er an anderen Ästen scheuert Infektionsgefahr er im Kroneninneren kaum Früchte bringt Eine offene Krone ist das Ziel Licht und Luft sind entscheidend. Jungbaumschnitt untere linke Abbildung Bei jungen Bäumen geht es vor allem darum, eine stabile Grundstruktur aufzubauen: Ein durchgehender Mitteltrieb Stammverlängerung 34 kräftige Leitäste, gleichmäßig um den Stamm verteilt Entfernen aller Konkurrenz- und Störtriebe Einkürzen der Leitäste, damit sie sich verzweigen Starke Vertikalschüsse werden entfernt Ziel: Ein Gerüstbaum, der später Lasten von Früchten gut tragen kann. Erhaltungsschnitt bei älteren Obstbäumen untere rechte Abbildung Ältere Bäume benötigen regelmäßig einen sanften, aber gezielten Schnitt: Entfernen überalterter Fruchttriebe Licht in die Mitte der Krone bringen Steil nach oben wachsende Triebe wegschneiden Verjüngen durch selektives Entfernen alter Äste Einkürzen zu langer Äste, um Ausbrechen zu verhindern Wichtig: Nicht zu stark schneiden! Zu viel Rückschnitt erzeugt viele Wassertriebe und schwächt den Baum. Der richtige Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt Winter JanuarMärz: Starker Schnitt wirkt wachstumsfördernd ideal für Apfel, Birne. Sommer JuniAugust: Sanfter Schnitt bremst Wachstum gut zur Formkorrektur und zum Entfernen von Wassertrieben. Steinobst Kirsche, Pflaume: Am besten direkt nach der Ernte schneiden das mindert Krankheitsrisiken. Wichtige Schnittregeln auf einen Blick Immer knapp über einer Knospe schneiden Schräg schneiden, damit Regenwasser abläuft Dicke Äste in mehreren Schritten entfernen Stichwort: Rindenschonung Verletzte, kranke oder abgestorbene Triebe sofort entfernen Nie zu viele Äste auf einmal entfernen Fazit Ein gut durchdachter Obstbaumschnitt ist entscheidend für Gesundheit, Ertrag und langfristige Stabilität eines Baumes. Die oben gezeigten Schnitttypen Konkurrenztrieb entfernen, Seitentriebe einkürzen, Wassertriebe auslichten und nach innen wachsende Äste entfernen schaffen eine harmonische, luftige Krone. Mit einem regelmäßigen Schnittplan und etwas Geduld wird dein Obstbaum jedes Jahr schöner, kräftiger und fruchtbarer.

Obstbäume richtig schneiden: So förderst du Wachstum, Ertrag und Baumgesundheit
Ein gut ausgeführter Baumschnitt entscheidet darüber, ob ein Obstbaum vital bleibt, reichlich Früchte trägt und eine stabile Krone entwickelt. Die Zeichnung zeigt typische Schnittstellen an jungen und älteren Ästen und erklärt, welche Art von Trieben entfernt oder eingekürzt werden sollte.
Der richtige Schnitt verbessert die Lichtverteilung in der Krone, fördert die Bildung neuer Fruchttriebe und verhindert Krankheiten, da die Krone schneller abtrocknet.
Die vier wichtigsten Schnittbereiche siehe obere Zeichnung
1. Entfernen von Konkurrenz- und Spitzenzweigen
Der markierte Bereich 1 zeigt einen Zweig, der senkrecht nach oben wächst und mit dem Leittrieb konkurriert.
Solche Triebe:
entziehen dem Baum Energie
verdichten unnötig die Krone
fördern Instabilität
Diese Triebe schneidet man vollständig weg, um den Haupttrieb zu stärken.
2. Einkürzen zu langer Seitentriebe
Bereich 2 markiert ein Einkürzen eines Seitentriebes.
Durch das Einkürzen:
verzweigen sich die Triebe stärker
entstehen neue, fruchtfähige Kurztriebe
bleibt die Krone kompakt und tragfähig
Solche Schnitte macht man knapp über einer nach außen gerichteten Knospe.
3. Entfernen von steil aufwärts gewachsenen Wassertrieben
Triebe wie bei 3 wachsen steil aufwärts und bilden keine Früchte.
Sie sind typisch nach starkem Rückschnitt oder schweren Wintern.
Diese Triebe:
verschatten die Krone
verbrauchen Energie
brechen leicht
Sie werden möglichst nah an der Basis entfernt.
4. Entfernen von nach innen wachsenden oder reibenden Ästen
Bei 4 sieht man einen nach innen gerichteten Trieb.
Er sollte entfernt werden, weil:
er die Luftzirkulation behindert
er an anderen Ästen scheuert Infektionsgefahr
er im Kroneninneren kaum Früchte bringt
Eine offene Krone ist das Ziel Licht und Luft sind entscheidend.
Jungbaumschnitt untere linke Abbildung
Bei jungen Bäumen geht es vor allem darum, eine stabile Grundstruktur aufzubauen:
Ein durchgehender Mitteltrieb Stammverlängerung
34 kräftige Leitäste, gleichmäßig um den Stamm verteilt
Entfernen aller Konkurrenz- und Störtriebe
Einkürzen der Leitäste, damit sie sich verzweigen
Starke Vertikalschüsse werden entfernt
Ziel: Ein Gerüstbaum, der später Lasten von Früchten gut tragen kann.
Erhaltungsschnitt bei älteren Obstbäumen untere rechte Abbildung
Ältere Bäume benötigen regelmäßig einen sanften, aber gezielten Schnitt:
Entfernen überalterter Fruchttriebe
Licht in die Mitte der Krone bringen
Steil nach oben wachsende Triebe wegschneiden
Verjüngen durch selektives Entfernen alter Äste
Einkürzen zu langer Äste, um Ausbrechen zu verhindern
Wichtig: Nicht zu stark schneiden! Zu viel Rückschnitt erzeugt viele Wassertriebe und schwächt den Baum.
Der richtige Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt
Winter JanuarMärz:
Starker Schnitt wirkt wachstumsfördernd ideal für Apfel, Birne.
Sommer JuniAugust:
Sanfter Schnitt bremst Wachstum gut zur Formkorrektur und zum Entfernen von Wassertrieben.
Steinobst Kirsche, Pflaume:
Am besten direkt nach der Ernte schneiden das mindert Krankheitsrisiken.
Wichtige Schnittregeln auf einen Blick
Immer knapp über einer Knospe schneiden
Schräg schneiden, damit Regenwasser abläuft
Dicke Äste in mehreren Schritten entfernen Stichwort: Rindenschonung
Verletzte, kranke oder abgestorbene Triebe sofort entfernen
Nie zu viele Äste auf einmal entfernen
Fazit
Ein gut durchdachter Obstbaumschnitt ist entscheidend für Gesundheit, Ertrag und langfristige Stabilität eines Baumes. Die oben gezeigten Schnitttypen Konkurrenztrieb entfernen, Seitentriebe einkürzen, Wassertriebe auslichten und nach innen wachsende Äste entfernen schaffen eine harmonische, luftige Krone.
Mit einem regelmäßigen Schnittplan und etwas Geduld wird dein Obstbaum jedes Jahr schöner, kräftiger und fruchtbarer.

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